🔩 Akkuschrauber

Was bedeutet Nm (Newtonmeter) bei Akkuschraubern?

⏱ 4 Min. Lesezeit 📅 25.03.2026

Was bedeutet Nm (Newtonmeter) bei Akkuschraubern?

Beim Kauf eines Akkuschraubers stolpern Sie unweigerlich über die Angabe "Nm" in den technischen Daten. Diese Abkürzung steht für Newtonmeter und ist ein entscheidender Wert für die Leistungsfähigkeit Ihres zukünftigen Werkzeugs. Wir erklären Ihnen, was dahintersteckt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Newtonmeter einfach erklärt

Newtonmeter ist die Maßeinheit für das Drehmoment – also die Kraft, mit der sich der Akkuschrauber dreht. Stellen Sie sich vor, Sie drehen eine Schraube mit einem Schraubenschlüssel: Je länger der Hebel und je mehr Kraft Sie aufwenden, desto stärker ist das Drehmoment. Bei Akkuschraubern funktioniert das Prinzip genauso, nur dass der Motor die Kraft aufbringt.

Ein höherer Nm-Wert bedeutet mehr Drehkraft. Das ist besonders wichtig, wenn Sie dickere Schrauben eindrehen oder in härtere Materialien arbeiten möchten. Die meisten Akkuschrauber verfügen über eine einstellbare Drehmomentbegrenzung, die verhindert, dass Schrauben übergedreht oder Materialien beschädigt werden.

Welche Nm-Werte gibt es bei Akkuschraubern?

Leichte Akkuschrauber (10-25 Nm)

Diese Geräte eignen sich perfekt für einfache Montagearbeiten im Haushalt. Typische Einsatzgebiete sind:

  • Möbelmontage mit kleineren Schrauben
  • Aufhängen von Bildern und leichten Gegenständen
  • Arbeiten an elektronischen Geräten
  • Schrauben in Weichholz oder Gipskarton

Mittlere Akkuschrauber (25-50 Nm)

Der Allrounder für den ambitionierten Heimwerker. Diese Modelle bewältigen die meisten Aufgaben im Haushalt:

  • Küchenmontage und schwere Möbelstücke
  • Terrassenbau mit Holzschrauben
  • Arbeiten in Hartholz
  • Kleinere Renovierungsprojekte

Starke Akkuschrauber (50+ Nm)

Für anspruchsvolle Projekte und professionelle Anwendungen:

  • Befestigung von Balken und schweren Konstruktionen
  • Arbeiten mit langen Holzschrauben
  • Metallbearbeitung
  • Professioneller Handwerkseinsatz

Drehmoment richtig einstellen

Die meisten Akkuschrauber besitzen einen Drehmomentring mit verschiedenen Stufen. Diese Einstellung ist entscheidend für sauberes Arbeiten. Bei zu niedrig eingestelltem Drehmoment bleibt die Schraube möglicherweise nicht fest genug sitzen. Bei zu hohem Drehmoment können Sie Schraubenköpfe beschädigen oder das Material aufreißen.

Als Faustregel gilt: Beginnen Sie mit einer niedrigen Stufe und erhöhen Sie diese schrittweise, bis die Schraube fest sitzt. Für verschiedene Materialien benötigen Sie unterschiedliche Einstellungen. Weiche Materialien wie Gipskarton erfordern weniger Drehmoment als Hartholz oder Metall.

Kaufempfehlungen nach Anwendungsbereich

Für Gelegenheitsnutzer

Wenn Sie nur gelegentlich kleinere Reparaturen durchführen, reicht ein Akkuschrauber mit 15-25 Nm völlig aus. Achten Sie auf kompakte Bauweise und geringes Gewicht für ermüdungsfreies Arbeiten. Ein 12V-Gerät ist hier oft die beste Wahl.

Für regelmäßige Heimwerker

Ambitionierte Heimwerker sollten zu einem Modell mit 30-50 Nm greifen. Diese Geräte bieten genügend Reserven für verschiedenste Projekte. Ein 18V-Akkuschrauber mit stufenloser Drehmomenteinstellung ist hier ideal.

Für anspruchsvolle Projekte

Bei regelmäßigen, anspruchsvollen Arbeiten empfehlen sich Akkuschrauber mit 60 Nm oder mehr. Diese professionellen Geräte verfügen meist über bürstenlose Motoren und längere Akkulaufzeiten. Ein 20V-System bietet hier die beste Leistung.

Weitere wichtige Faktoren neben dem Drehmoment

Das Drehmoment ist zwar wichtig, aber nicht der einzige Kaufaspekt. Beachten Sie auch:

🔩
Alle Akkuschrauber im Preisvergleich Täglich aktualisierte Preise – finde das beste Angebot
Alle Akkuschrauber ansehen →

Weitere Ratgeber

📖 Bester Akkuschrauber 2025 – Test & Kaufberatung… ⏱ 7 Min. 📖 Bosch vs. Makita Akkuschrauber – welche Marke ist besser?… ⏱ 4 Min. 📖 Das beste Werkzeug für Elektriker – Profi-Empfehlungen 2026… ⏱ 4 Min. 📖 Das beste Zubehör für Bosch Werkzeug – Akkus, Bits & mehr… ⏱ 4 Min.